Welcome in the World of Darkness - It's a Hell of a Town...
StartseiteStartseite  ­PortalPortal  ­AnmeldenAnmelden  ­LoginLogin  
Austausch | 
 

 Die Anarchenrevolte

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Hemator Ferenczy
Admin


Anzahl der Beiträge: 1858
Ort: Transsylvanien
Anmeldedatum: 05.02.08

BeitragThema: Die Anarchenrevolte   Mo Jun 08, 2009 7:48 pm

Folgender Text, verfasst von der Tzimisce Sascha Vykos, ist sehr weit verbreitet, vor allem da er, trotz ideologischer Färbung, ein reltiv exaktes Bild der Anarchenrevolte zeichnet.

Ich schreibe diesen Text für euch, die jungen Anhänger des Sabbat, damit ihr nicht vergesst, weshalb ihr kämpft. Ihr für die Freiheit der Kainiten. Um dies wirkungsvoll zu tun, müsst ihr allerdings auch darüber im Bilde sein, wie der Sabbat entstand und wir uns zu unseren noblen Zielen bekannten.
Vor langer Zeit, als ich noch jung und ein Mann war, wagte es niemand von uns, unsere Erzeuger in Frage zu stellen. Wir liebten sie – meistens aufgrund eines Blutsbandes – und erkannten ihre Autorität ohne mit der Wimper zu zucken an. Wie hätte es auch anders sein können, wussten wir doch, dass sie uns vernichten würden, sie, die viel mächtiger waren als wir.
Doch es änderte sich alles, als die Inquisition kam. Wir wissen nicht genau, wie und warum sie auf uns aufmerksam wurden, doch als es soweit war und die christlichen Hexenjäger durch die Lande streiften, taten die Ahnen, was sie immer getan hatten: Sie opferten uns, ihre Brut, um ihr Unleben zu schützen. Das 14. Jahrhundert war das schwärzeste, das die Kainiten jemals miterlebt hatten. Zum ersten Mal kämpften wir nicht nur untereinander, sondern auch gegen die Menschen.
Dies hätte der Zeitpunkt sein müssen, an dem wir die Vision des großen Michael von Konstantinopel verwirklichten. Wir hätten uns zusammenschließen sollen, um die Inquisition zu vernichten und ein neues, goldenes Zeitalter der Kainiten zu erschaffen. Doch nichts dergleichen geschah. Die verkalkten Ahnen, inklusive meines eigenen Erzeugers Symeon, zogen sich auf ihrer Festungen zurück und missbrauchten uns weiter als Kanonenfutter.
Während einige Vertreter der Ventrue, Gangrel, Brujah, Tremere, Malkavianer, Toreador und Nosferatu – sie bezeichneten sich damals bereits als „Camarilla“ – versuchten , ihre Macht zu schützen, in dem sie sich versteckten und uns dazu zwingen wollten, dasselbe zu tun, dachten wir Tzimisce praktischer.
Uns gelang es, uns gegen unsere Erzeuger aufzulehnen. Mithilfe eines Rituals, das wir entwickelten, der Vaulderie, gelang es uns, die Blutsbande zu brechen. Wir halfen den jungen Lasombra und noch einigen anderen ebenfalls aus der Knechtschaft und begannen, gegen die Ahnen zu kämpfen, ein Ereignis, dass sie in ihrer unvergleichlichen Arroganz „Anarchenrevolte“ nannten. Und wir waren überaus erfolgreich. Unter der Anleitung der Tzimisce vernichteten die Lasombra ihren Vorsintflutlichen und wir taten es ihnen nur kurze Zeit später nach. Wir brachen die Herrschaft der Ahnen über unsere Clans endgültig; ich selbst hatte das Vergnügen, meinen Erzeuger mehrmals zu verschlingen und ihn wieder auszuspeien, bevor ich ihn diablerierte.
Doch dummerweise unterschätzten wir die Ahnen. Obwohl Patricia Bollingbroke, eine Brujah und einer unserer Anführerinnen, im Jahr 1395 Hardestadt, den Wortführer der Ventrue, scheinbar vernichtete, gelang es seinem Kind, das die Identität seines Erzeugers annahm, unsere Pläne zunichte zu machen und uns mithilfe der endgültig gebildeten Camarilla zu besiegen. 1444 wurden wir zu „Verhandlungen“ in eine alte Abtei in der nähe des englischen Dorfes Thorns „geladen“, wo die Camarilla uns Kapitulationsbesdingungen diktierte.
Die meisten von uns willigten ein, aber es gab einen harten Kern, zu dem auch ich mich zählen durfte, die dies nicht akzeptierten. Wir würden uns nie wieder von den Ahnen Knechten lassen. Noch bevor die Verhandlungen vorüber waren, machten wir uns auf, dieser Camarilla ein Zeichen zu setzen, dass wir nicht vor ihr kuschen würden. Wir zerstörten das Dorf Thorns vollständig, labten uns am Blut der Einwohner und ließen keinen am Leben.
Wir begannen einen langen Kampf, um endlich das kainitische Utopia zu erschaffen, das Michael sich erträumt hatte. Als das beste Mittel und die beste Waffe hierzu sollte sich der Sabbat erweisen, den wir kurz darauf ins Leben riefen.
Gezeichnet,
Sascha Vykos vom Clan Tzimisce, Kind Symeons, Prisca des Sabbat.

_________________
Euch Sterblichen von Morgen
Prophezei' ich heut und hier:
Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt,
Ist der einzige Gott, dem jeder dient
Die unstillbare Gier.
Graf von Krolock in "Tanz der Vampire"
Nach oben Nach unten
http://hemator.wordpress.com/
 

Die Anarchenrevolte

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
Angel City :: Informationen :: Anderweitig Wissenswertes-