Ghule sind Sterbliche, die von der Vita eines Vampirs gekostet haben und dadurch irgendwo in einer Existenz zwischen der Unsterblichkeit und der Gesellschaft der Kinder der Nacht und dem ganz „normalen“ menschlichen Leben gefangen sind. Nicht jeder Mensch wird zum Ghul einfach nur deshalb, weil er die Vita eines Vampirs trinkt, es erfordert zu Anfang den Willen des Vampirs, dass weitere Eigenschaften des Blutes in dem Sterblichen beginnen zu wirken. Will der Vampir dies nicht, werden solche Sterbliche höchstens süchtig nach der Vita und zu abhängigen und gebundenen Blutpüppchen.
Die Erschaffung von Ghulen ist immer ein riskantes Unterfangen, da es die Maskerade der Vampire gefährdet. Ghule werden meistens abhängig von der Vita der Vampire an sich und bauen eine Abhängigkeitsbeziehung zu ihrem vampirischen Herren auf. Vampire erschaffen Ghule aber aus vielen und manchmal auch logischen Gründen. Sie benutzen sie als Diener, Handlanger, Assistenten oder Beschützer am Tage. Die weniger praktischen Gründe sind jedoch nicht unbedingt seltener. Eine wichtige Person aus dem früheren Leben zu seinem Ghul zu machen oder Ghule aus Liebe, Bewunderung, zum eigenen Vergnügen oder aus Schuldgefühlen zu erschaffen sind einige andere Gründe.
Ghule unterliegen den gleichen Regeln zu Blutsucht und Vincula, die weiter oben beschrieben wurden. Bei der Zeugung eines Ghuls zu einem Vampir lösen sich jedoch alle Süchte und Verbindungen auf, da sie selbst zuerst Sterben und danach in eine untote Existenz gebracht werden. Das Blut und der Wille des Vampirs bewirken einige Veränderungen in einem Ghul. Ghule altern nicht, solange sie die Essenz der Vita in ihrem Körper tragen, sie können diese Essenz selbst nutzen um ihre Kraft zu steigern, sich durch die Essenz zu heilen oder selbst Disziplinen zu lernen und anzuwenden. Doch diese Veränderungen und vor allem die Blutsucht und ein mögliches Vinculum führen dazu, dass Ghule manchmal bis ans Äußerste ihrer geistigen Widerstandskraft gefordert werden. Hin und Her gerissen zwischen dem Verlangen nach Vita, der künstlichen Liebe zu ihrem Domitor und der Angst vor den noch viel unbekannteren Schrecken der Welt der Dunkelheit und dem eigenen Tod, drohen Ghulen auch Zustände der geistigen Umnachtung oder rasereiähnliche Zustände
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……Aber ich habe kein eigenes Leben,
nur den Hunger und die Gier danach.
Jedesmal bei einer Berührung, bei einem Kuss,
bei einer Umarmung, überhaupt immer, wenn wir uns
nahe waren, saugte ich dich aus und nahm ein Stück
deiner Zukunft……Deine Jahre gehören nun mir;
ich werde sie leben.“
Miguelle, Antonia, Rajani