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Mayne

Anzahl der Beiträge: 3566 Ort: Toronto, jetzt Angel City Anmeldedatum: 28.06.08
 | Thema: Ghule/innen Fr Jul 03, 2009 7:36 pm | |
| Ein Thema, worüber ich mich gerne einmal mit anderne hier (wenn Interesse besteht) austauschen würde, sind die Ghulfiguren.
Als Figuren sind sie ziemlich eingeschränkt, andererseits gibt es immer wieder Versuche von uns, auch Ghulen/innen eine größere Rolle zu geben. Rico beispielsweise ist sogar soweit gegangen, dass sie eine Ghulin als ihre Hauptfigur gewählt hat.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass wir bisher hier drei verschiedene Grundtypen von Ghulen/innen hier haben.
Neben den (meist namenlosen) Ghulen/innen, die nur eine Funktion erfüllen (die drei Ghule, die bei Juliettes ersten Versuch, Cherise zu töten, daran glauben muss, die unfähigen Ghule, die Alessa bisher gehabt hat, das Folterghul-Sortiment von Lucy und die bedauernswerten "Ghul-Flaschen" von Lucy und den Giovannis etc.), gibt es Ghule/innen, die vorallem als farbige Elemente (meist für Komik) eingesetzt sind (der unfreundliche Brujah-Ghul Tony, der Torrador-Ghul Pollione, die Smokeys etc.) bis zu Ghulfiguren, die durchaus interessante Charaktere sind (Rico, voraussichtlich Dante, Tyrae/Fade, der Tremere-Ghul Etienne etc.).
Auffallend finde ich auch, dass die meisten Ghule/innen mit ihrem Dasein zufrieden sind. Ghule/innen, die eindeutig in die Kategorie Opfer/Leidende fallen, sind gewöhnlich Randfiguren, meistens namenlos.
Wie seht ihr die Sache mit den Ghulen/innen im Rollenspiel hier oder auch mit Blick auf die Maskerade? _________________ Mayne, "Tremere antitribu"
Ghule/innen Mathew Thomas Costant Robineau, vorübergehend
Menschen Imogen Deverill, Jägerin
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|  | | Hemator Ferenczy Admin

Anzahl der Beiträge: 1959 Ort: Transsylvanien Anmeldedatum: 05.02.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Fr Jul 03, 2009 7:52 pm | |
| | Zitat: | | Auffallend finde ich auch, dass die meisten Ghule/innen mit ihrem Dasein zufrieden sind. |
Das liegt vor allem daran, dass mit Blutsband an einen Vampir, dem Ghule unterliegen, starke Liebe, Zuneigung oder zumindest etwas ähnliches hervorruft. Das sorgt dafür, dass ein Ghul seinem Meister immer treu ergeben ist und diesen abgöttisch liebt. Ein Ghul leidet meistens eher darunter, wenn er bei einem Auftrag seines Herrn versagt. Es ist allerdings auch gut möglich, dass Ghule, die unter besonders grausamen Herren dienen, Geistesstörungen und Traumata entwicklen (Stichwort Sabbat). Die Ghule, die bisher in AC aufgetaucht sind, sind allerdings noch vergleichsweise normal. Es gibt da auch weit übleres. Ein Beispiel sind die sogenannten Szlachta der Tzimisce: Mithilfe von Fleischformen "kleben" die Tzimisce ihre Ghule aneinander oder "verschönern" sie oder machen sonst ein paar nette Sachen mit ihnen. Diese Ghule eignen sich natürlich nicht als gewöhnliche Bedienstete, können dafür aber ziemlich übel austeilen und sind sehr gut geeignet, um das Schloss bzw. den Unterschlupf ihrer Herrn zu beschützen. Wer die Computerspiele "Redemption" oder "Bloodlines" gespielt hat, weiß, wo von ich rede. Gerade in "Bloodlines" sind diese Viecher oft äußerst lästig. Mal ein kleiner Eindruck:

Eine "Weiterentwicklung" der Ghule stellen die sogenannten Wiedergänger dar, die ebenfalls zum Großteil auf die Tzimisce zurückgehen. Wenn Ghule sich fortpflanzen und diese Kinder dann auch wieder zu Ghulen werden und so weiter, entstehen irgendwann ganze Familien, die von Geburt an Vampirblut in ihren Adern haben. Vor allem im Mittelalter, aber auch heute noch, haben sich die Tzimisce ganze Familien untertan gemacht, die ihren Herren das Jahrhunderte lang dienten. _________________ Euch Sterblichen von Morgen Prophezei' ich heut und hier: Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt, Ist der einzige Gott, dem jeder dient Die unstillbare Gier. Graf von Krolock in "Tanz der Vampire"
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|  | | Ezechiel

Anzahl der Beiträge: 4610 Anmeldedatum: 10.11.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Fr Jul 03, 2009 7:55 pm | |
| Am Anfang habe ich Ghule ziemlich uninteressant gefunden... aber diese Einstellung hat sich mit der Zeit geändert... Jetzt sehe ich Ghule auch als eigenständige Personen an, die zwar dem Willen ihren Herren oder ihrer Herrin folgen, aber durchaus auch ein Privatleben besitzen. Eigentlich gibt es viele Möglichkeiten den Charakter eines Ghuls auszubauen... ich finde er ist mehr als nur ein Helferlein... und ich werde auf jeden Fall noch einen Ghul auftauchen lassen, der nochmal ganz ander ist, als z.B. Fade/Tyrae oder Tony...  p.s. an hemator: Ich habe das Spiel gespielt... und die Viecher sind nicht nur lästig, sondern auch ziemlich stark...-.-** _________________ Ich war, ich bin, ich werde Der sein Der zuletzt am längsten lacht; Ich stehe aufrecht, stehe stolz Und greife nach der Macht. Ich kenne kein Erbarmen, Nur im zu herrschen bin ich hier. Senkt Euer Haupt, neigt Euer Antlitz, Denn ihr alle gehört mir. (Samsas Traum - Einer gegen Alle)
Zweitcharakter AC: Ezechiel D'Elyzée (Malkavianer) Tyrae/Fade (Ghul) Egon van Zucker (Ghul)
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|  | | Helen

Anzahl der Beiträge: 2148 Ort: Toronto, später Paris, dann Angel City Anmeldedatum: 26.11.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 11:13 am | |
| Ich selbst finde, dass Ghulfiguren eine Menge Potential haben. Zu Ezechiel: ich freue mich, wenn wir noch weitere Ghule/innen bekommen. Ich werde übrigens für Helen, wenn sie das Sabbat-Ritual schafft irgendwann eine weitere Ghulin benötigen. (Sobald Helens Vertrag mit der Agentur "Friedlicher Sonntag" ausgelaufen ist und ich wieder in Helens Account eine freie Kapazität habe  ). Übrigens sind Ghulfiguren auch eine gute Möglichkeit, um die Kainitenfiguren indirekt zu charakterisieren. Ghule/innen sind gewöhnlich das, was ihre Meister/innen aus ihnen gemacht haben. Sie sind also auch sehr nützlich um den Clan beziehungsweise das Verhältnis zwischen Clan und Kainit zu zeigen: Ghule/innen als Sklaven/innen, Dienstnehmer/innen oder Vertraute. Daneben gibt es noch die Möglichkeit mit der Karriere, die Ghul/in bei seinem Meister machen kann. Immerhin haben wir bisher zumindest einen Kainiten im Rollenspiel gehabt, dessen Werdegang als Ghul begonnen hatte und es gab zumindest Hinweise dafür, dass dessen Erzeuger selbst als Ghul (vermutlich aus einem anderen Clan) sein "Unleben" begonnen hatte. (Eine Idee, die ich bei einem meiner beiden Kainiten/innen, die ich demnächst, Rollenspielzeit mit Anfang Juni 2002, vorübergehend auf Besuch nach Angel City schicken werden, vorausgesetzt die Spielleitung gibt mir dazu ihren Segen, übernehmen möchte.) Da ich mich für dieses Thema interessiere, habe ich bei zwei meiner Ghulfiguren (siehe meine NCP-Profile unter Maurikia und Jacque) angelegt, die beide Extreme, (Kuss, wieder Mensch werden), um aus ihrer Ghulexistenz wegzukommen, anstreben. Allerdings geht das Ghulsystem auf eine gesellschaftliche Hierarchie zurück, die im 18. Jahrhundert mit der Aufklärung kritisch gesehen wurde und heute im christlichen Europa (und den USA) nicht mehr als politisch korrekt angesehen wird. Also finde ich es auch im Rollenspiel ganz interessant, wie gerade junge Kainiten/innen (zum Beispiel Juliette, Alessa, Mayne) mit Ghulen/innen umgehen, jene Kainitenfiguren, die eindeutig als Menschen in einem "europäisch-anglo-amerikanischen" und "bürgerlich-politisch korrekten" Umfeld aufgewachsen sind, also eigentlich aufgrund ihres menschlichen Hintergrunds und des Umstandes, dass sie erst ein paar Jahre dabei sind, dieses System doch als etwas Problematisches sehen müssten. (Wenn sie sich sehr rasch damit angefreundet haben oder für in Ordnung halten, verrät das natürlich einiges über den Charakter dieser Figuren.) Eine andere Frage, die sich mir schon länger stellt (ausgelöst durch unsere bisherige Sabbatgeschichte), ist die Frage, ob Verghulung schlimmer ist als menschliche Sklaven/innen oder Haustiere oder Spielzeug, wie es sich die Figuren Schneeprinzessin und Juliette mit Figuren wie Marie, Janine oder Mimi geleistet haben (was nach den Regeln der Camarilla, siehe Ball, verboten ist). Beim Ghulen ist immerhin der/die Kainit/in gezwungen, dem /der Ghul/in regelmäßig etwas von ihrem Blut zu geben, was doch eine Art "Gegenleistung" ist. Bei menschlichen Sklaven/innen bekommt der/die Kainit/in ungefähr dasselbe, muss aber diesen nichts geben ... _________________ Zweit-Account von Mayne
Helen Marshner, genannt Silence, Toreador antitribu
Ghule/innen Maurikia Houber-Ghulin
ehem. Ghul, jetzt wieder Mensch Jacque Depardieu
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|  | | Riko Admin

Anzahl der Beiträge: 581 Ort: Nirgendwo und überall Anmeldedatum: 25.01.09
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 3:41 pm | |
| Wie schon erwähnt wurde, habe ich einen Ghul zu meinem Hauptcharakter gemacht, um eben genau einmal die andere Seite zu verdeutlichen. Für mich als Ghulspieler (natürlich unter Rücksichtnahme von Rikos Dickkopf) macht es mir persönlich richtig Spaß mich ständig an meinen Meister zu klammern und gleichzeitig andere Ghule unverständlich den Kopf schüttelnd zu betrachten, wie diese nur so untergeben sein können. Ich hatte mit Riko ja ohnehin einen etwas aufsäßigen Ghul geplant, der unter der großen Güte und Großzügigkeit ihres Meisters (;P) gewissen Freiheiten auch durchaus genießen darf (ma sehn wie lang T_T)!
Ich persönlich finde Ghule genauso interessant wie ihre Herren und es auch manchmal etwas Schade, dass sie oft nur namenlose Lückenfüller für faule Kainiten sind, die ihr Glas nachgeschenkt bekommen haben möchten =P! Oder auch so hässlich... *schauder* Master! Wenn ich so aussehe, will ich einen Tzimiscenbesuch!! _________________ Wenn du zu lange in den Abgrund blickst... sieht der Abrund irgendwann in dich hinein.
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|  | | Mayne

Anzahl der Beiträge: 3566 Ort: Toronto, jetzt Angel City Anmeldedatum: 28.06.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 6:31 pm | |
| | Riko schrieb: | | ...Schade, dass sie oft nur namenlose Lückenfüller für faule Kainiten sind, die ihr Glas nachgeschenkt bekommen haben möchten |
Oder die Weinflasche ersetzen müssen, wobei mich wirklich interessieren würde, welcher Clan die Idee mit dieser Halskrause mit den Schlitzen gehabt hat?
Sicher, ich weiß, dass das hier im Forum bisher nur von Tzimiskes (mit Unterstützung von Lasombras und Ventrues?) und Giovanni praktiziert wurde. Allerdings ist der Vorgang, wie er beschrieben wird, wirkt auf mich eher wie ein Versuch, sich wie Menschen zu benehmen, weswegen ich als Erfinder auf Ventrue oder Lasombra eher vermuten würde. _________________ Mayne, "Tremere antitribu"
Ghule/innen Mathew Thomas Costant Robineau, vorübergehend
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|  | | Cherry

Anzahl der Beiträge: 1226 Alter: 19 Ort: dunkel ist der Ort der Hoffnung Anmeldedatum: 03.09.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 8:04 pm | |
| Kein Clan, Mayne. Ich sag nur zwei Worte: Krankes Hirn alias Silver Cross <.< _________________ In unseren Augen spiegelt sich die Ewigkeit. Die Nacht macht mich unsterblich. In deinen Scho� leg ich die Hoffnung, die mir bleibt.
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|  | | Silver Cross Admin

Anzahl der Beiträge: 2871 Alter: 18 Ort: Angel City Anmeldedatum: 06.01.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 8:12 pm | |
| Ähm.... Schatz.... das waren Fünf Worte... |
|  | | Cherry

Anzahl der Beiträge: 1226 Alter: 19 Ort: dunkel ist der Ort der Hoffnung Anmeldedatum: 03.09.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 8:15 pm | |
| Klugscheiß doch mal angebracht und trage etwas sinnvolles zu diesem Thread bei. _________________ In unseren Augen spiegelt sich die Ewigkeit. Die Nacht macht mich unsterblich. In deinen Schoß� leg ich die Hoffnung, die mir bleibt.
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|  | | Hemator Ferenczy Admin

Anzahl der Beiträge: 1959 Ort: Transsylvanien Anmeldedatum: 05.02.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 8:22 pm | |
| | Zitat: | | Oder die Weinflasche ersetzen müssen |
Die Verwendung von Ghulen als Weinflasche bzw. als Gefäß (so der Fachausdruck, wenn man, wie Lorenzo Giovanni es tut, die Ghule praktisch serviert, damit der Gast direkt von der Ader trinken kann) ist keine clansspezifische Eigenheit, sondern etwas, das in der gehobenen Vampirgesellschaft Gang und Gäbe ist und vor allem damit zusammenhängt, dass Blut direkt aus der Ader schlicht besser schmeckt als zum Beispiel lange gelagertes Blut. Das müssen allerdings nicht unbedingt ausschließlich Ghule sein, die als Gefäße benutzt werden, dass können auch Menschen sein, die zum Beispiel durch Berherrschung gefügig gemacht wurden. _________________ Euch Sterblichen von Morgen Prophezei' ich heut und hier: Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt, Ist der einzige Gott, dem jeder dient Die unstillbare Gier. Graf von Krolock in "Tanz der Vampire"
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|  | | Mayne

Anzahl der Beiträge: 3566 Ort: Toronto, jetzt Angel City Anmeldedatum: 28.06.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 8:29 pm | |
| Ich dachte an einen Ventrue oder Lasombra als Erfinder, da diese perverse Nahrungsaufnahme-Form doch etwas "Elegantes" und "Zivilisiertes" an sich hat und somit besser zu einem Clan passt, der noch versucht, sehr "menschlich" zu wirken und Wert auf "Adel" legt. . _________________ Mayne, "Tremere antitribu"
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|  | | Hemator Ferenczy Admin

Anzahl der Beiträge: 1959 Ort: Transsylvanien Anmeldedatum: 05.02.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Sa Jul 04, 2009 8:35 pm | |
| | Zitat: | | Ich dachte an einen Ventrue oder Lasombra als Erfinder, da diese perverse Nahrungsaufnahme-Form doch etwas "Elegantes" und "Zivilisiertes" an sich hat und somit besser zu einem Clan passt, der noch versucht, sehr "menschlich" zu wirken und Wert auf "Adel" legt. |
Ich würde es auch auf einen der Clans zurückführen, die im Mittelalter als "Hohe Clans", also als vampirischer Adel galten. Diese waren die Brujah, die Kappadozianer, die Lasombra, die Toreador, die Tzimisce und die Ventrue. _________________ Euch Sterblichen von Morgen Prophezei' ich heut und hier: Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt, Ist der einzige Gott, dem jeder dient Die unstillbare Gier. Graf von Krolock in "Tanz der Vampire"
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|  | | Jennay Vitéz

Anzahl der Beiträge: 833 Alter: 18 Anmeldedatum: 10.11.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Mo Jul 06, 2009 8:02 pm | |
| Kann ein Ghul seinen Herren wirklich nur achten/lieben/mögen/respektieren? Denn ich hatte es nun schon häufiger erlebt, dass sich ein Ghul gegen seinen Herren wendet, sowohl im P&P als auch im Live. Auch hier kam es ja schon vor, siehe Erli.
Und aufgrund dessen habe ich mir eine ziemliche Abneigung von Manon gegenüber Jennay gebastelt, denn im Prinzip ist mir Manon selbst unsympathisch. Da hat Raziel eine Fehllieferung angebracht... _________________ Angel City: Jennay Vitéz
Ghule Leo Merode, Security Manon Lucinge, Barkeeperin
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|  | | Riko Admin

Anzahl der Beiträge: 581 Ort: Nirgendwo und überall Anmeldedatum: 25.01.09
 | Thema: Re: Ghule/innen Mo Jul 06, 2009 8:21 pm | |
| Im Grunde sind sie ja dankbar. Schließlich dürfen sie Dank ihrem Herren länger leben, sind stärker usw. Und hey, wer hat schon was dagegen mit 60 noch wie 25 auszusehen?  Wenn man natürlich unfreiwillig verghult wird, könnte sich das meiner Ansicht nach durchaus negativ auswirken. Ich kenns von Bloodlines, das Ghule ganz schön glücklich sein können und nich aussehen wie ein zusammengeflicktes Häufchen von Gliedmaßen ^^' _________________ Wenn du zu lange in den Abgrund blickst... sieht der Abrund irgendwann in dich hinein.
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|  | | Helen

Anzahl der Beiträge: 2148 Ort: Toronto, später Paris, dann Angel City Anmeldedatum: 26.11.08
 | Thema: Re: Ghule/innen Mo Jul 06, 2009 9:18 pm | |
| Tatsache ist, Ghule/innen sind an die Meister/innen gebunden, mehr oder weniger streng. Sie müssen ihre Meister/innen lieben, eine Wahl haben sie nicht, aber es hängt wohl davon ab, wie strikt ihre Meister/innen sie dazu zwingen und ob sie in ihnen einfach folgsame Sklaven/innen (wie Beau) oder auch eher intelligente Diener/innen (Raziel) oder sogar Vertraute (Jennay, Helen) sehen. Das hängt aber auch wieder vom Charakter des/der Meisters/in und vom Clan ab.
Ich habe mir das bei meinen Ghulfiguren sehr genau überlegt.
Was die Tremere-Ghule betrifft, habe ich mich an einer Vorgabe von Veiovis orientiert. Als Raziel den Ghul Warriol dem Erlkönig überlässt, fragt ihn dieser, ob Warriol den Kuss möchte. Warriol lehnt ab und erzählt dabei, dass er bei Raziel Dinge wie eine tolle Ausbildung und so Ähnliches erhalten hat, die er, wenn ihn dieser nicht geghult hätte, nie gehabt hätte. Ich hatte den Eindruck, dass Raziel ein guter Stratege ist, der Wert darauf legt, seine Ghule/innen so zu behandeln und zu motivieren, dass sie auch selbst von ihrem Ghulstatus profitieren und dieser gegenüber ihren früheren Dasein eine Verbesserung darstellt. Vielleicht hat dabei auch für Veiovis eine Rolle gespielt, dass seine Figur Raziel zuerst ebenfalls Ghul war, ehe er den Kuss erhielt. (In dem von Veiovis begonnenen, aber leider nicht beendete Spiel mit Rebecca im Museum, hat sich übrigens angedeutet, dass schon Raziels Erzeuger ursprünglich ein Ghul war, allerdings zunächst nicht bei den Tremere. (Ich hatte vermutet, dass er ursprünglich Ghul eines Sethiten war, allerdings habe ich nicht mehr die Gelegenheit gehabt, Veiovis das zu fragen.))
Jedenfalls habe ich die sechs Ghule, die Raziel für Mayne ausgesucht hat, mit folgenden Merkmalen ausgestattet, was die Vorgeschichte betrifft. Alle sind alleinstehend und haben (kein) familiäres Umfeld mehr, aus dem sie als Ghule gerissen wurden. Alle sind hochbegabt, aber (ausgenommen Andrew) ist es ihnen aus unterschiedlichen Gründen nicht gelungen, aus der Sicht unserer "Erfolgs-"Gesellschaft sich in diese zu integrieren (fehlender Sinn für Karriereplanung bei Mathew, Pech bei Modest, karrierefeindliche Prioritäten bei den Smokeys, von Beginn an schlechte Karten bei Jacque). Für sie bedeutet also ihr jetziger Status als Ghule durchaus eine Verbesserung ihres bisherigen Daseins (sie selbst sehen sich als Mitglieder einer Sekte, deren Hierarchie sie akzeptieren können, weil sie ihnen das gibt, was sie außerhalb des Ordens nicht wirklich gefunden haben, soziale Integration.) Mayne ist außerdem ein Meister, der ihnen (eigentlich zu) viel Freiheit lässt (weil er einfach mit der Sklavenhalter-Rolle nicht zurecht kommt, Ursache: er ist selbst freiheitsliebend und will andere nicht zwingen und er stammt aus der Gegenwart und aus dem europäisch-anglo-amerikanischen Raum, also aus einem Umfeld, wo Sklaverei zumindest offiziell nicht als politisch korrekt gilt.)
Für Jacque hat sich das, seit er geflüchtet ist, allerdings geändert. Um seine Flucht halbwegs plausibel zu erklären, habe ich ihm einen ziemlich starken Überlebenswillen gegeben und außerdem hat ihn Mayne (also der Meister) selbst die Flucht erlaubt. (Es fällt also der Konflikt mit der Blutsbindung an den Meister weg.) Was Jacques weitere Geschichte betrifft, muss ich zugeben, dass ich ihn gerne weggeben würde, weil mir sein Charakter nicht wirklich liegt, aber ich finde, seine Rolle als "meisterloser" Ghul und die Idee, dass er wieder Mensch sein und von seiner Blutsucht loskommen will, sehr interessant.
Was die Toreador-Ghule/innen betrifft, ist die Situation ganz anders. Sie wurden vom Maitre (Helens Erzeuger) gegen ihren Willen ausgewählt und aus ihrem früheren Leben gerissen. (Während die Tremere-Ghule ihre früheren Namen haben, wurden Pollione und Maurikia vom Maitre einfach unbenannt, wobei Maurikia immerhin es geschafft hat, sich ihren neuen Namen mit ihm auszuhandeln. Eigentlich wollte er sie in Adalgisa umbenennen. Was übrigens auch etwas über Maurikias Charakter verrät.)
Da sie aber Helens Ghule/innen sind und nicht seine, also ihr Blut trinken, sind sie nicht automatisch gezwungen, den Maitre zu "lieben". Helen ist zudem eine Meisterin, die ihre Ghule/innen keineswegs als Sklaven/innen sieht. (Sie sieht sich eigentlich selbst als Ghulin/Sklavin in Bezug auf den Maitre.)
Pollione, der nicht besonders intelligent, ziemlich arrogant und ichbezogen ist und dessen Leidenschaft Autos gilt, kommt mit seiner Existenz als Ghul recht gut zurecht. Für Maurikia dagegen, die hoch intelligent, sehr zielstrebig und sehr ehrgeizig ist und es zuvor bis zur erfolgreichen Geschäftsfrau gebracht hatte, bedeutete das Geghultwerden die Zerstörung ihres Lebens.
Ich habe also versucht, bei den Ghulfiguren verschiedene Möglichkeiten anzulegen. _________________ Zweit-Account von Mayne
Helen Marshner, genannt Silence, Toreador antitribu
Ghule/innen Maurikia Houber-Ghulin
ehem. Ghul, jetzt wieder Mensch Jacque Depardieu
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